Benchmarking

Zentraler Gegenstand der DIN SPEC 91289 ist das Benchmarking von Outsourcing-Dienstleistungen und -Dienstleisern.

Benchmarking befasst sich mit der generellen Suche nach Lösungen, die auf den besten Methoden und Verfahren basieren und eine Unternehmung zu Spitzenleistungen führen [1]. Es kann verstanden werden als ein Teil des kontinuierlichen Überprüfungs- und Verbesserungsprozesses, bei dem sich eine Organisation mit Fokus auf bestimmte Objekte anhand verschiedener Kriterien innerhalb der Organisation, mit externen Partnern, Standards oder sonstigen Vergleichsobjekten vergleicht, um daraus zu lernen und besser zu werden [2].

Ein Benchmarking-Prozess setzt sich aus verschiedenen Phasen zusammen, in denen unterschiedliche Tätigkeiten durchgeführt werden. Die DIN PAS 1014 beschreibt ein Vorgehensmodell für das Benchmarking von Dienstleistungen. Für die Entwicklung der DIN SPEC 91289 wurde maßgeblich auf das in der DIN PAS 1014 beschriebene Vorgehensmodell aufgebaut, das in nachfolgender Abbildung dargestellt ist [3].

 

 

 

Das Benchmarking von Outsourcing-Dienstleistern und Outsourcing-Dienstleistungen kann nicht losgelöst vom Outsourcing-Prozess und dessen Lebenszyklus betrachtet werden. Im Zuge eines Outsourcing-Prozesses ist es in verschiedenen Phasen sinnvoll, Benchmarkings durchzuführen, um Outsourcing-Objekte und die optimalen Dienstleistungsangebote und Dienstleister zu identifizieren. Die zu verwendende Benchmarking-Form und das jeweils zu betrachtende Benchmarking-Objekt variieren in Abhängigkeit der Prozessphase, in der sich das Outsourcing-Vorhaben befindet. Aufbauend auf dem generischen Vorgehensmodells der DIN PAS

[1] CAMP, R.C.: Benchmarking: The Search for Industry Best Practices That Lead to Superior Performance (1989)
[2] GRIEBLE, O. und SCHEER, A. W.: Grundlagen des Benchmarkings öffentlicher Dienstleistungen, Veröf-fentlichungen des Instituts für Wirtschaftsinformatik, vol. 166 (2000)
[3] DIN PAS 1014 — Vorgehensmodell für das Benchmarking von Dienstleistungen